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2020

Die aktuelle Auswertung der Branchenzahlen für das Jahr 2019 und die Prognose für das Jahr 2020 des Fachverbandes Biogas e.V. zeigen, dass erstmals ein beträchtlicher Einbruch im Anlagenbau bzw. in der Strombereitstellung eintreten könnte.

Das Jahr 2020 wird ein Wendejahr für die Branche, da die gesetzlich garantierte Vergütung der Stromerzeugung für die ersten Erneuerbare-Energien-Anlagen ausläuft und ein Weiterbetrieb mit den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht wirtschaftlich ist. Es liegt an der Politik, attraktive Regelungen zu schaffen um eine drohende Stilllegungswelle zu verhindern. Ein Rückbau von Biogasanlagen hätte zur Folge, dass Biogas nicht mehr den notwendigen Beitrag mehr zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten könnte.

Grafiken zu den Branchenzahlen 2019/2020 finden Sie unter folgendem Link:

https://www.biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_Branchenzahlen/$file/20-07-23_Biogas_Branchenzahlen-2019_Prognose-2020.pdf

 

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Durch die neue Düngeverordnung, die seit dem 1. Mai 2020 in Kraft ist, und die damit verbundenen düngerechtlichen Rahmenbedingungen, lohnt es sich für Biogasanlagenbetreiber über neue Vermarktungsstrategien der Gärprodukte nachzudenken. Gärprodukte lassen sich auf unterschiedlichste Weise aufarbeiten. Durch eine Weiterentwicklung der Aufbereitungsverfahren eröffnet sich die Möglichkeit Gärprodukte z.B. als Torfersatz in Pflanzerden zu nutzen.

Torf ist ein fossiler Rohstoff, der beim Abbau große Mengen von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre freisetzt. Im Hinblick auf den Klimawandel strebt die Bundesregierung einen Ausstieg aus der Torfverwendung in der Blumenerde bis Ende 2026 an.

Der Verzicht auf Torf ist laut Andrew Gallik, Leiter der Versuchszentren für Gartenbau in Straelen und in Köln-Auweiler, ein eher unrealistisches Ziel, da die als Torfersatzstoffe eingesetzten Materialen, Holz und Kokos, nicht alle Funktionen des Torfs erfüllen, wie z.B. das gute Wasserspeichervermögen.

Dem Unternehmen ASB Grünland ist es in den vergangenen Jahren bereits gelungen, den Einsatz von Torf in der Blumenerde-Produktion um mehr als 50 Prozent auf 34 Prozent zu reduzieren. Derzeit sucht das Unternehmen Kontakt zu Biogasanlagenbetreibern, da es sich mit dem Einsatz von Gärprodukten beschäftigt.

 

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Durch die neue Düngeverordnung, die neben einer Erweiterung der Güllelagerkapazität auch häufig Investitionen in die Technik zur Separierung und zur emissionsarmen Ausbringung erfordert, entstehen der Landwirtschaft zusätzliche Kosten. Um die Belastungen abzumildern, beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages eine Förderung für entsprechende Maßnahmen.

Die Vergabe der Mittel erfolgt über die Länder, wobei die Bundesländer die Förderung unterschiedlich handhaben. So ist z.B. in Brandenburg und Berlin der Neubau von Güllelagern mit gesetzlich vorgeschriebener Lagerkapazität nur bei der Ersterrichtung von Ställen oder der Aufstockung von Tierbeständen, wenn keine Lagerkapazität vorhanden ist, förderfähig. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Bedingung für einen Zuschuss bei der Erweiterung von Güllelagern eine feste Behälterabdeckung und eine Lagerkapazität von mindestens 9 Monaten…

Das Programm soll am 1. Januar 2021 starten. Gefördert werden sollen v.a. Investitionen in die Erweiterung von Güllelagern, in die Abdeckung von Lagerbehältern, in Maschinen und Geräte für eine emissionsarme Ausbringung und in Separierungstechniken, außerdem in Agrarumweltmaßnahmen, Innovationsförderung und Digitalisierung und in die Aufstockung der Alterssicherung der Landwirte.

 

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Die nächste Biomasseausschreibung findet im November statt. Informationen der Bundesnetzagentur zur Ausschreibung am 01. November finden Sie unter folgendem Link:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/Ausschreibungen/Biomasse/Gebotstermin_01_11_2020/gebotstermin_0111_2020_node.html

Der Fachverband Biogas e.V. weist nochmals darauf hin, dass nach derzeitigem Stand erst 12 Monate nach Erhalt des Zuschlags ein Wechsel in die Anschlussförderung möglich ist, wodurch eine Vergütungslücke entstehen kann.
Weiter rät er aufgrund  der laufenden EEG-Novelle dazu, sich an der Ausschreibung zu beteiligen, da wichtige Eckpunkte noch geändert werden könnten. So sieht z.B. der aktuelle EEG-Entwurf vor, dass ab 01.01.2021 die Wechselfrist nur noch 2 Monate betragen soll und die Gebotshöchstwerte von 16,4 ct/kWh auf 18,4 ct/kWh erhöht werden sollen.

 

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Anfang September 2020 wurde wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze, im Spree-Neiße-Kreis/Brandenburg ein Wildschwein-Kadaver gefunden, bei dem das Virus der Afrikanischen Schweinpest (ASP) nachgewiesen wurde.

Aus aktuellem Anlass hat der Fachverband Biogas e.V. die Arbeitshilfe A-017 „Verhalten beim Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Biogasanlagen“ erstellt, ein Leitfaden, der Biogasanlagenbetreibern die Thematik näher bringen soll.

Bitte beachten Sie, dass dieses Dokument nur Mitgliedern des Fachverbandes Biogas e.V. zur Verfügung steht.

 

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Auch wenn der jetzt offiziell vorliegende EEG-Entwurf wichtige Forderungen der Biogas-Branche aufweist, gibt es aus Sicht der Bioenergieverbände weiterhin viel Nachbesserungsbedarf.

Am 14. September hatte das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) den Referentenentwurf offiziell vorgestellt. Einige wichtige Punkte, wie z.B. die Verlängerung der Realisierungsfrist gerade für große Neuanlagen von 24 auf 36 Monate, die Streichung des Deckels für die Flexibilitätsprämie bei Biogasanlagen …, die die Branchenverbände gefordert hatten, greift der Entwurf zwar auf, in drei Kernaspekten sehen sie allerdings Nachbesserungsbedarf:

Um die Ausschreibungsvolumina zu füllen, müsste die Höhe der Gebotshöchstwerte in den Ausschreibungen so angepasst werden, dass ausreichend Projekte realisiert bzw. weiter betrieben werden können. Die im Klimaschutzprogramm 2030 beschlossene Güllevergärung gilt es zu stabilisieren und weiter auszubauen. Außerdem müssen die Ausschreibungsvolumina so erhöht werden, dass das von der Branche angestrebte Ziel zum Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostrombedarf 2030 in Höhe von 42 Terawattstunden auch erfüllt werden kann.

 

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