News

2019

Am 2. Juni 2017 ist die Düngeverordnung (DüV) in Kraft getreten. Die Anforderung an die Lagerkapazität von Gülle und Gärprodukten wird dadurch nicht im Wasserrecht, sondern im Düngerecht geregelt.

Nach § 12 DüV muss das Fassungsvermögen von Gärproduktlagern auf die Belange des jeweiligen Betriebes und des Gewässerschutzes abgestimmt sein. Dabei muss das Fassungsvermögen immer größer sein als die Kapazität, die in dem Zeitraum erforderlich ist, in dem das Ausbringen von Gülle oder Gärprodukten durch die vorgeschriebenen Sperrfristen verboten ist.

Für flüssige Wirtschaftsdünger, wie Gülle oder Jauche, sowie Gärprodukte muss das Fassungsvermögen mindestens 6 Monate betragen.

Betriebe mit mehr als 3 Großvieheinheiten pro Hektar und Betriebe ohne eigene Ausbringflächen müssen für die Gülle bzw. Gärprodukte ab dem 1. Januar 2020 Lagerkapazitäten von 9 Monaten nachweisen. Dabei gilt es die Definition der „eigenen Ausbringflächen“ zu hinterfragen.  Da viele Biogasanlagen aus steuerlichen Gründen vom landwirtschaftlichen Betrieb getrennt sind, verfügt der landwirtschaftliche Betrieb und nicht der Biogasbetrieb über die Flächen.

Da es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern oder Landkreisen gibt, ob eine Anlage 6 oder 9 Monate Lagerkapazität benötig, empfiehlt es sich, die jeweils zuständige landwirtschaftliche Behörde zu kontaktieren.

 

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Ein Forschungsprojekt, das u.a. von DBI Gas- und Umwelttechnik durchgeführt wird, zielt darauf ab, durch einen zweistufigen Biogasprozess wasserhaltiges Gas (Biowasserstoff) und methanhaltiges Gas (Biogas) aus Biomasse zu erzeugen. Gegenüber der einstufigen Variante liegt der Vorteil darin, dass der erzeugte Biowasserstoff z.B. als Betriebsmittel für Motor-BHKW und Brennstoffzellen dienen kann.

Ca. 9000 installierte Biogasanlagen in Deutschland tragen zu einer CO2-Reduktion von ca. 21 Mio. Tonnen pro Jahr bei. Da viele dieser landwirtschaftlichen Biogasanlagen in den nächsten Jahren erneuert werden müssen, besteht ein Bedarf an innovativen und finanzierbaren Maßnahmen für eine Verbesserung der bestehenden Anlagen. „BioHy - Energetische und ökonomische Optimierung von Biogasanlagen durch die getrennte Erzeugung von Biowasserstoff und Biomethan.“

Zunächst stellten die Forscher die Betriebsparameter auf eine stabile Wasserstoffproduktion ein. Während der Verfahrensentwicklung gelang es ihnen, alle Leistungsparameter (Wasserstoffbildungsrate, Wasserstoffanteil, Wasserstoffausbeute …) zu steigern. Im nächsten Schritt soll eine weitere Optimierung der Betriebsparameter erfolgen.

 

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Leitfaden Ausschreibungen für Biomasseanlagen

Mit dem Inkrafttreten des EEG 2017 am 1. Januar 2017 wurde die Vergütung für Strom aus Biomasse-Anlagen auf ein Ausschreibungssystem umgestellt.

Um Projektierer, Anlagenbetreiber und Investoren bei der Umsetzung ihres Ausschreibungsprojektes zu unterstützen, haben der DIHK – Deutscher Industrie- und Handelskammertag Berlin | Brüssel und der FvB – Fachverband Biogas e.V. Freising ein Informationspapier als  Orientierungshilfe veröffentlicht.

Gemäß EEG 2017 unterliegen grundsätzlich alle Biomasseanlagen mit einer installierten Leistung über 150 Kilowatt (kW) der Ausschreibungspflicht. Betreiber von Bestandsanlagen können sich an den Ausschreibungsverfahren beteiligen, um eine Anschlussförderung zu erhalten.

Die vollständige Publikation „DIHK –Leitfaden Ausschreibungen für Biomasseanlagen“ finden Sie hier

 

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Die CrowdPartner GmbH stellt ihr neues Projekt vor!

AFRICS GMBH - 5,5 % Zinsen – Laufzeit 2 Jahre

 

23.04.2019

Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken (Goethe)

 

Investieren Sie in edle Weine aus Südafrika, profitieren Sie von einer attraktiven Verzinsung von 5,5 % und einer Laufzeit von 2 Jahren und freuen Sie sich über ein zusätzliches Dankeschön aus der Weinmanufaktur Schardt bereits ab einem Anlagebetrag von 1.000,00 €.

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In einem mit Folie ausgekleideten Lagunenbecken ergab sich die Problematik der Durchmischung des Fermentinhaltes. Die Anbringung eines Rührwerkes kam nicht in Frage, da dieses die Folie beschädigen könnte. Nach eingehender Beratung entschied sich der Kunde für den Einsatz einer Substratdüse der Firma Ecogas GmbH. Durch die Montage eines flexiblen Schlauches und einer einfachen Handkurbel ist eine Beregnung/Durchmischung gewährleistet.

Über die Düse wird die Oberfläche im Fermenter mit flüssigem Substrat beregnet, das aus dem unteren Bereich entnommen wird.

 

 

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Während es bei der Lieferung von Gülle und Frischsubstrat der Landwirte an Biogasanlagen in Bezug auf die gesetzliche Umsatzsteuer klare Regeln gibt,  ist die Rücknahme von Gärrest  oft nicht klar geregelt. 

Durch die Neuregelung der Düngeverordnung wurde die Ausbringung von Gärresten deutlich eingeschränkt und erfordert damit erhöhte Lagerkapazitäten. Biogasanlagen sind daher froh, Gärdünger los zu werden und gehen dazu über, die Gärreste kostenlos abzugeben. In Betriebsprüfungen greifen die Finanzämter eine solche kostenlose Abgabe der Gärdünger auf, was auch bei der Vereinbarung für ein recht niedriges Entgelt für Gärdünger der Fall ist. Das Finanzamt hat angebliche Düngewerte der Gärdünger recherchiert und setzt 2,00 bis 10,00 € pro Tonne an. Das UStG stellt eine unentgeltliche Zuwendung eines Gegenstandes einer Lieferung gegen Entgelt gleich. Bemessungsgrundlage ist der Einkaufspreis für den gelieferten Gegenstand, hier des Gärdüngers.

Obwohl die Biogasanlage kein Entgelt für die Gärdünger erhalten hat, muss sie auf diese Lieferungen Umsatzsteuer nachentrichten, die mindestens vier Jahre zurückgehen kann.

Durch eine saubere vertragliche Gestaltung kann dieses Risiko vermieden werden. Laut Bundesgerichtshof kann die Lieferung des Substrats unter Zurückbehaltung des Gärdüngers vereinbart werden. Dann besteht eine Gehaltslieferung. Dabei sollten die vertraglichen Lieferbeziehungen zwischen Landwirt und Biogasanlage folgendes beinhalten:

  • Eine Einigung, dass es sich um eines Gehaltslieferung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes handelt,
  • dass der Landwirt nur die im Substrat enthaltenen Inhaltsstoffe, die sich bei der Fermentation zu Biogas verarbeiten lassen, liefert und dafür sein Entgelt erhält und
  • dass der Landwirt sich das Eigentum an der eigentlichen Biomassesubstanz vorbehält, die als Gärrest zurückgegeben wird.


Eine Durchschnittssatzbesteuerung ist unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin möglich.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier um eine reine Information handelt. Eine ausführliche Beratung zum Thema „Umsatzsteuer im Biogasbereich“ erhalten Sie bei Ihrem Steuerberater.

 

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