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2019

Seit dem Frühjahr wird in Berlin immer wieder über das Thema Klima- und Energiepolitik diskutiert. Sowohl die Arbeitsgemeinschaft Akzeptanz (AG Akzeptanz), die für die große Koalition aushandeln soll, wie der Ausbau der erneuerbaren Energien weitergehen soll, als auch das sogenannte Klimakabinett, ein von der deutschen Bundesregierung eingesetzter Ausschuss aus 6 Ministerinnen und Minister, konnten noch keine konkreten Lösungen erzielen.

Bis zur nächsten Sitzung des Klimakabinetts am 20. September 2019 werden bei einer Tagung des Kabinettausschusses Klimaschutz u.a. verschiedene Möglichkeiten der CO2-Bepreisung sowie Kosten und Wirkung einzelner Klimaschutz-Maßnahmen erörtert. Danach sollen von der Bundesregierung die wesentlichen Entscheidungen getroffen werden, die sicherstellen, dass Deutschland seine Klimaziele erreicht.

Der Fachverband Biogas geht davon aus, dass sich im Klimaschutz-Maßnahmen-Gesetz ein konkretes Maßnahmenbündel mit positiven Impulsen für Biogas oder gar ein konkretes Verändern des EEG 2017 weiter verzögern und in diesem Jahr vermutlich nicht mehr abzuschließen sein wird, so dass die eigentliche Novelle des EEG im Frühjahr abgewickelt wird und die Änderungen erst im Jahr 2021 greifen werden.

Der Fachverband Biogas bleibt aktiv. So finden hinter den Kulissen neben einem regen Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundeslandwirtschaftsministerium sowie relevanten Behörden ständig auch Abgeordnetengespräche statt sowie Gespräche mit anderen Verbänden und Landesvertretern mit dem Ergebnis einer Bundesratsinitiative aus Thüringen und Rheinland-Pfalz.

Bei einem Gespräch mit der Bundesnetzagentur (BNetzA) im Juli ging es um die Regelung im EEG 2017. Die Bundesnetzagentur kann die Gebotswerte um bis zu 10% erhöhen, wenn bei drei aufeinanderfolgenden Ausschreibungen Anhaltspunkte ergeben, dass die Höchstwerte zu niedrig sind. Auch wenn bei den bisherigen drei Ausschreibungen das Ausschreibungsvolumen deutlich unterboten wurde, sieht die BNetzA keinen Handlungsbedarf und wartet auf ein klares Signal des Gesetzgebers bzw. des Bundeswirtschaftsministeriums. Im Austausch mit dem BMWi versucht der Fachverband Biogas mit Zahlen zu belegen, dass in vielen Fällen die Gebotshöchstwerte unter den Produktionskosten liegen.

 

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Am 20. Juni 2019 wurde die neue Verordnung, die 44. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (44. BImSchV), im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist somit in Kraft getreten. In der Verordnung werden die neuen Anforderungen und Grenzwerte für Emissionen formuliert. 

Auch für Biogasanlagenbetreiber haben sich dadurch wichtige Neuerungen ergeben. Die Verordnung, die ab sofort gilt, betrifft sowohl Neu- als auch Bestandsanlagen. Die wichtigsten Änderungen können Sie der unten aufgeführten Graphik entnehmen.

Setzen Sie sich mit dem Hersteller Ihres BHKW in Verbindung, welche Nachrüstungen notwendig sind.

 

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Für Biogasanlagen und landwirtschaftliche Betriebe kann es sehr interessant sein, einen Teil ihres Strombedarfs mit Strom aus Sonnen- oder Windenergie zu decken. Mit der Installation einer PV-Anlage kann die erzeugte Energie für den Eigenbedarf genutzt werden, wodurch der Zukauf von elektrischer Energie aus dem Netz reduziert wird und die Strombezugskosten gesenkt werden. Gleichzeitig bedeutet dies eine Investition in das Thema Nachhaltigkeit.

Wie aus der Sonnenenergie kann auch aus Windenergie ein Teil des Eigenstrombedarfs gedeckt werden. Reichen Sonnen- oder Windstrom zur Deckung des Verbrauchs nicht aus, kann die fehlende Menge aus dem Netz bezogen werden.

Wichtig ist es, zum Thema „Eigenstrom“ das zuständige Energieversorgungsunternehmen (EVU) zu befragen.

 

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Für den weiteren Betrieb von Biogasanlagen für die Zeit nach dem EEG braucht es neue, tragfähige Konzepte. Eine interessante Alternative ist der Vertrieb von „Biomethan als Kraftstoff".
In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und C.A.R.M.E.N entwickelte der Fachverband Biogas Infobroschüren "Biomethan als Kraftstoff und Treibhausgas(THG)zertifizierung" - Basiswissen und Häufig gestellte Fragen, die unter dem Link: https://www.biogas-forum-bayern.de  abgerufen werden können.

 

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Exclusivvertrieb Schalkenbosch Weine

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Nach einem Zeitraum von nur zwei Monaten wurden bereits über 40 % der Fundingsumme für die AFRICS GmbH eingesammelt.
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Die BENAS Biogasanlage GmbH in Ottersberg nahe Bremen wurde 2005 ursprünglich für die Co-Fermentation errichtet und 2009 auf die ausschließliche Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen (NaWaRo-Anlage) umgestellt. Bestehend aus 2 Fermentern, 2 Nachgärern und 3 Endlagern beträgt das gesamte Gärvolumen knapp 40.000 m³. Die installierte elektrische Leistung wird mit 5,240 kW angegeben. Die Anlage wurde und wird stetig weiterentwickelt und ausgebaut. So wurde sie im Jahr 2017 im Zuge einer Erweiterung mit Substratdüsendüsen der Fa. Ecogas GmbH ausgestattet.

Die BENAS-Biogasanlage arbeitet mit einer Ammonium-Strippanlage. Ein Verfahren, bei dem Ammonium-Stickstoff mit BHKW-Abwärme ohne jede Verwendung von Laugen, Säuren oder externen Strippmedien aus den Gärresten entfernt wird. Die FaserPlus – Anlage dient der Verarbeitung von Gärresten zu Düngemitteln für die Landwirtschaft und Faserstoffen für die Holzindustrie.

Am Samstag, 13.07.2019 findet in Ottersberg bei der BENAS-Biogasanlage GmbH von 11.00 – 17.00 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Interessierte sind herzlich eingeladen und haben die Möglichkeit sich die besonderen Techniken anzuschauen.

 

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