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2020

Im Januar fand in Berlin der 17. Internationale Kongress „Kraftstoffe der Zukunft“ statt. Der sogenannte „Green Deal“, ein Konzept der Europäischen Union bis 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren und damit als erster Kontinent klimaneutral zu sein, sorgt für Optimismus in der Biokraftstoffbranche.
Auch wenn der „Grüne Deal“ alle Wirtschaftszweige (Verkehr, Energie, Landwirtschaft und Industrie) umfasst, ist für die Umsetzung des „Green Deal“ die Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor von großer Bedeutung.
Um die Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen, schlagen die Bioenergieverbände folgendes vor:
Durch einen höheren Anteil an erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor kann deren Klimaschutzpotential besser ausgeschöpft werden. Für die Biogasverbände ist der stufenweise Ausbau der bewährten Treibhausgasminderungsquote auf 16 Prozent bis 2030 dazu ein geeignetes Mittel.
Da Biokraftstoffe den größten Beitrag zur Einsparung von CO2 im Verkehrssektor leisten, sollte der Anteil der Biokraftstoffe jährlich um 2 Prozent steigen, damit deren Anteil von 10 Prozent in 2020 auf 20 Prozent in 2030 angehoben werden kann. Das bisherige europäische Ziel, das nur bei 14 Prozent liegt, ist zur Erreichung der Treibhausgasminderungsziele unzureichend.
Um dem Verbraucher einen Anreiz zur Nutzung emissionsarmer Kraftstoffe zu bieten, sollte die geplante Befreiung nachhaltiger Biokraftstoffe von dem ab 2021 in Deutschland geltenden Emissionshandel für Kraft- und Brennstoffe so aussehen, dass keine CO2-Steuer für Biokraftstoffe anfällt.
Eine Berücksichtigung erneuerbarer Kraftstoffe bei der CO2-Flottenregulierung könnte die Optimierung klimafreundlicher Antriebstechnologien unterstützen.
Zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor bedarf es einer Vielzahl von Maßnahmen. Neben dem Ausbau der Elektromobilität ist ein verstärkter Einsatz erneuerbarer flüssiger und gasförmiger Energieträger notwendig.
Redner aus Politik und Wissenschaft analysierten Maßnahmen zum Klimaschutz durch nachhaltige, erneuerbare Mobilität.

 

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Beim Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE) zeigte sich, dass dieses Jahrzehnt den Erneuerbaren gehört. Rund 1400 Interessierte aus unterschiedlichen Bereichen kamen zum Branchentreff.

Die Präsidentin des BEE, Dr. Simone Peter, zeigte in ihrer Eröffnungsrede auf, dass in Deutschland aktuell 43 Prozent des Bruttostromverbrauchs durch Ökostrom bereitgestellt werden. Dies bedeute, dass es sehr danach aussehe, nah an das Ziel von 47 Prozent für 2020 heranzukommen, was vor allem durch enorme Kostensenkungen bei der Produktion von Wind- und Solarstrom erreicht worden sei. Sie erwähnte, dass der Rückhalt in der Bevölkerung für die Energiewende sowohl in der Stadt als auf dem Land ungebrochen sei. Von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier forderte sie einen klaren und verlässlichen Fahrplan der Erneuerbaren bis 2030 um die Klimaziele zu erreichen. Mindestabstände oder irgendwelche Ausbaudeckel müssten abgeschafft werden. Simone Peter betonte, dass Wasserstoff nur dann klimapolitisch sinnvoll sei, wenn er aus Erneuerbaren Energien gewonnen wird.

Peter Altmaier zeigte sich in seiner Rede überzeugt, dass der beschlossene Atomausstieg umgesetzt wird. Energiewende müsse sich über einen langen Zeitraum stetig entwickeln und dabei Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gewährleisten. Nachdem es in den Jahren 2016 bis 2018 Rekordwerte beim Ausbau der Windenergie gegeben hatte, sei in der Folge der Ausbau der Windenergie aufgrund von langen Genehmigungsverfahren und vielen Klagen enorm eingebrochen. Es sei notwendig ein Maßnahmenprogramm zu arbeiten um den Ausbau der Windkraft wieder zu beschleunigen. Um zu verhindern, dass nach dem Abschalten der Kohlekraftwerke die Leistung aus den Atom- und Kohlekraftwerken des benachbarten Auslands kommt, soll laut Aussage des Bundeswirtschaftsministers Erdgas als Energiequelle dienen, wenn Wind- und Sonnenstrom nicht liefern.

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock würdigte zunächst die Leistungen und den Erfolg des vor 20 Jahren in Kraft getretenen Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Sie freue sich über Deutschlands Kohleausstiegsgesetz. Sie forderte, nicht nur den 52-GW Deckel für Photovoltaik aufzuheben, sondern auch die Einführung getrennter Ausschreibungen für Dach-und Freiflächenanlagen. Sie kritisiert die Abstandsregeln bei Windkraftanlagen, die einen weiteren Windkraftausbau behindern. Zum Schluss sprach sie sich dafür aus, neue Entwürfe für das Strommarktdesign zu erarbeiten.

 

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Die neuen Projekte tinniwell und earebel sind seit 19.02.2020 auf CrowdPartner online.

Tinniwell ist eine patentierte und weltweit einzigartige Lösung eines Tinnitus-Therapiegerätes für Zuhause. Helfen sie der Resaphene GmbH einen Markt von schätzungsweise 100 Millionen Patienten in Europa und den USA zu erschließen.

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earebel ist die Kombination von eindrucksvoll klingenden Bluetooth Kopfhörern mit „Sound by JBL“ und qualitativen, funktionalen Kopfbedeckungen. earebel, der bequemste Sportkopfhörer den man zu allen Aktivitäten – egal ob Sommer oder Winter – tragen kann. Helfen. Mit einer Investition helfen Sie der Earebel GmbH die Marke weltweit zu positionieren, im Ausbau des Vertriebs und Marketings sowie bei der Entwicklung und Markteinführung neuer Produktideen.

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Die neue EU-Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien Renewable Energy Directive RED II wurde nach 3 Jahren Beratungsdauer am 3. Dezember 2018 verabschiedet. Die Neufassung der Erneuerbare-Energie-Richtlinie (RED II) legt fest, dass in der EU bis 2030 mindestens 32 Prozent des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Verkehr) aus erneuerbaren Energien kommen sollen. Der ursprüngliche Vorschlag der Kommission lag bei 27 Prozent. Im Wärmebereich soll der Anteil erneuerbarer Energien pro Jahr um mindestens 1,1 Prozentpunkte bei den Mitgliedsstaaten gesteigert werden. Im Verkehrssektor soll der Anteil an regenerativen Kraftstoffen bis 2030 bei 14 Prozent liegen (2016 lag er bei 7 Prozent).

In der RED II wurde die positive Wirkung der Güllevergärung anerkannt. Biogasanlagen leisten durch die Vergärung von Gülle einen bedeutenden Beitrag zur Treibhausgasreduzierung.

 

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Wie bereits bekannt, gilt für Biogasanlagen, die im Jahr 2000 oder früher in Betreib gegangen sind, durch das EEG 2000 das Inbetriebnahmejahr 2000. Das bedeutet, dass für diese Anlagen am 31.12.2020 die auf 20 Jahre angesetzte Förderung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausläuft.

Durch Regelungen des EEG 2017 können diese Anlagen über Ausschreibungen eine Anschlussförderung von 10 Jahren erhalten.

Da die Regelung im EEG 2017 auch vorgibt, dass eine Bestandsanlage erst nach Ablauf von 12 Monaten, nachdem die Anlage den Zuschlag erhalten hat, in die Anschlussförderung wechseln darf, entsteht bei einer Teilnahme an der nächsten Ausschreibung am 1. April 2020 bereits eine Vergütungslücke von 4 Monaten, bei einer Teilnahme am 1. November sogar eine Lücke von 11 Monaten. Es besteht also Handlungsbedarf, um die Vergütungslücken möglichst gering zu halten.

 

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Nach einem Gerichtsurteil des Landesgerichts Kassel vom 4. September 2019 (Az. 4 0 1049/17) ist beim Einsatz einer ORC-(Organic-Rankine-Cycle)-Einheit unter dem EEG 2004 nicht nur der in der ORC-Einheit erzeugte Strom („Teilvergütung“), sondern der gesamte in der Anlage erzeugte Strom („Vollvergütung“) mit dem Technologiebonus zu vergüten.

Nach dem EEG 2004 und dem EEG 2009 beträgt der Technologiebonus beim Einsatz von ORC-Anlagen 2 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh), auch wenn eine bestehende, nach dem EEG 2004 oder EEG 2009 zu vergütende Anlage (Inbetriebnahme vor dem 1.1.2012) mit einer ORC-Einheit nachgerüstet wird. Bei einem integrierten ORC-BHKW, d.h., wenn die ORC-Einheit in das BHKW integriert ist und BHKW und ORC-Einheit eine Anlage bilden, ist nach dem EEG 2009 der im Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugte Strom mit dem Technologiebonus zu vergüten.

Die Nachrüstung mit einer (integrierten) ORC-Einheit dürfte für viele Anlagenbetreiber wirtschaftlich sein.

 

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